Rück- und Ausblicke

19. Mai 2012 - Lesung in der kleinen Kapelle Sinn
„Der unbekannte Karl May“ von Rüdiger Geis

Old Shatterhand, Humanist, Pazifist“
Der „unbekannte“ Karl May - Lesung von Rüdiger Geis
Am 19. Mai 2012 um 19 Uhr in der Kleinen Kapelle in Sinn

Karl May, der „Jugendschriftsteller“? Hat er Kindern und Jugendlichen heute noch etwas zu sagen? Oder ist seine Schreibweise denn doch zu veraltet? Silberbüchse, Henrystutzen und Bärentöter mögen auf irdische Bösewichter eine einschüchternde Wirkung haben. Nicht aber auf Schurken, denen Zauberlehrlinge mit einem Holzstäbchen Benimm beibringen.

Oder doch? Karl Mays Helden Old Shatterhand und Kara ben Nemsi nutzen ja auch so manchen „Zaubertrick“, um beispielsweise ihre „Kugelfestigkeit“ zu beweisen („Durch das Land der Skipetaren“).

Wer war Karl May, der vor 170 Jahren geboren wurde und dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt? Ein Abenteuer- und Trivialschriftsteller? Ein Jugendbuchautor? Ein Reiseschriftsteller? Oder gar ein Literat, dessen Werke humanistisches und pazifistisches Gedankengut beförderten?

Diese Fragen sind Thema einer Lesung am 19. Mai 2012 um 19 Uhr in der Kleinen Kapelle in Sinn, die Rüdiger Geis gestaltet. Geis beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Phänomen Karl May. Der „sächsische Lügenbold“ wird immer noch als der „meist gelesene Autor deutscher Zunge“ bezeichnet wird. Tatsächlich beträgt allein seine deutschsprachige Auflage weit über 100 Millionen Bücher, weltweit dürften es rund 200 Millionen sein.

Dass Kinder und Jugendliche durchaus für den „Popstar aus Sachsen“ eingenommen werden können, beweist der Schreibwettbewerb des Karl-May-Verlags in Bamberg im vergangenen Jahr.

Über 550 Teilnehmer wurden verzeichnet. 21 Geschichten fanden schließlich Eingang in den Sammelband „Eine Feder für Winnetou“. Darin geht es um die erste Begegnung zwischen Winnetou und dem Sohn des Bärenjägers, Martin Baumann (wahlweise auch Martina Baumann). Unter den Autorinnen des bei der Leipziger Buchmesse vorgestellten Buches ist auch Anna-Lena Geis aus Sinn (Foto). Einen Auszug aus ihrer Geschichte „Akecheta“ wird sie am 19. Mai vorstellen.



Karten im Vorverkauf ab 28. April 2012 im „Sinner Vitrinchen“, Herborner Str. 8, 35764 Sinn, Telefon 02772-53508 oder per Mail an time-line@online.de. Restkarten an der Abendkasse. Mit dieser Lesung reiht sich der Förderkreis Sinn in das Angebot bundesweiter Veranstaltungen zum Karl-May-Jubiläumsjahr ein.



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