Rück- und Ausblicke

Förderkreis lud zum Grenzgang
Marsch zu historischen Punkten

Zwei Dutzend Männer und Frauen sowie eine Jugendliche waren dem Aufruf des Sinner Förderkreises gefolgt und beteiligten sich bei klirrender Kälte und herrlichem Sonnenschein am Grenzgang.
Unter der Leitung des Vorsitzenden Karl Heinz Gertler und Hobby-Historiker Karl Weber (Fleisbach) erkundeten die Marschierer ein Teilstück der Ortsgrenze mit historischen Punkten.

Start war das Bürgerzentrum von wo aus sich die Teilnehmer in Richtung Mühlberg in Marsch setzten. Die Tour führte an den Bombentrichtern vorbei zum Grenzstein Nr. 53, dem „Drei-Dörfereck“ Edingen, Katzenfurt und Sinn. Wie Weber weiter erläuterte gehörte 1806 Sinn zum Großherzogtum Berg mit Verwaltung in Düsseldorf. Katzenfurt und Edingen zum Herzogtum Nassau.
Nach dem Wiener Kongreß 1815 gehörte Sinn zum Herzogtum Nassau, Katzenfurt und Edingen zum Königreich Preußen. 1866, nach der Schlacht bei Königgrätz wurde das Herzogtum Nassau preußisch.
Damit hatten die Grenzsteine ihre ursprüngliche Bedeutung verloren und markieren heute nur noch die Gemarkungsgrenzen.
Am Grenzstein -51- erfuhren die Teilnehmer, daß wenige Meter weiter ein zweiter Stein mit der gleichen Nummer steht, der jedoch in Katasterunterlagen mit -51 1/2- bezeichnet ist. Dies sagt dem Kenner, daß eine Richtungsänderung im Grenzverlauf erfolgt.
Weiter ging es für die Wanderer in Richtung Stippachtal bis zum Ortsrand. Ziel war der „Sinner Hof“ wo eine Stärkung auf die Teilnehmer des historischen Grenzganges wartete.


Im Vordergrund Karl Weber, rechts Grenzstein Nr. 53


Gruppenbild am Grenzstein Nr. 53

Text + Bilder: H. E. Mittrücker

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