Rück- und Ausblicke

Grenzgänger trotzten Nieselregen
Erläuterungen an geschichtsträchtigen Punkten

Er hat schon Tradition, der Grenzgang in Sinn, der am Samstag den 30 Dezember unter dem Motto “Wo lag das ausgestorbene Dorf Symelsdorf?” vom Förderkreis ausgerichtet wurde.

Rund 40 Teilnehmer aus Sinn und Nachbarorten folgten dem Aufruf und marschierten unter der Leitung vom Vorsitzender Karl-Heinz Gertler und Historiker Erhard Metz ein Teilstück der Ortsgrenze mit historischen Punkten ab. Start war am Bürgerzentrum wo sich die Teilnehmer, unter ihnen auch der erste Beigeordnete Gernot Schiebel sowie der Fleisbacher Hobby - Heimatforscher Karl Weber, in Richtung Heubachtal in Marsch setzten.

Hier, sowie auf der weiteren Tour bis zur Papiermühle gab es Infos zu den Gemarkungsgrenzen. Die Mühle, an der unteren Rehe gelegen die auch in trockenen Jahren Wasser führte, wurde nach einer wechselvollen Geschichte 1900 von der Firma W. Ernst Haas & Sohn erworben und 1903 abgerissen. Auf diesem Terminal war früher auch die Germarkung von “Symelsdorf”. Das Dorf wird am 20. April 1282 erstmals schriftlich erwähnt und ist in der großen Pestepidemie 1525 ausgestorben.

Weiter ging´s an der Rupperts Mühle vorbei zum Ortsrand und nach zweieinhalb Stunden kehrte man zum geselligen Abschluß in die Gaststätte “Sinner Hof” ein. Bei einer deftigen Erbsensuppe und Getränken kamen noch so manche alte Erinnerungen zur Sprache, mit den besten Wünschen für 2007 und ein Wiedersehen beim nächsten historischen Grenzgang verabschiedeten sich die Teilnehmer.


An der Papiermühle
Erläuterungen von Erhard Metz –rechts vor dem Lichtmast- bei Nieselregen.