Rück- und Ausblicke

Rückblick auf den Grenzgang am 30. Dezember 2004

-Grenzgänger auf geschichtlichen Pfaden-

-Erhard Metz führte 80 Teilnehmer zu historischen Stätten-

Sinn (mit) Der Förderkreis hatte kürzlich zum Grenzgang in der Gemarkung Sinn und Edingen aufgerufen, und rund 80 Teilnehmer, darunter auch der erste Beigeordnete Gernot Schiebel sowie zahlreiche Jugendliche, aus der Großgemeinde und Nachbarorten waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Förderkreis-Vorsitzenden Karl Heinz Gertler hatte die sachkundige Führung des dreistündigen heimat- und geschichtskundlichen Marsches der Hobby-Heimatforscher Erhard Metz übernommen.

Erste Erläuterungen gab es bereits am Treffpunkt, der “Schieferhalde” am Ortsausgang an der Stippach. In diesem Bereich lag eine der ältesten Schiefergruben des Dillkreises. Durch Renteirechnungen ab dem Jahr 1451 ist die Existenz der Grube “Herkules” den Heimatkundlern bekannt. Wassereinbruch und nachlassende Qualität des Schiefers führten 1885 zur Schließung der Grube. Der große Abraumberg, der den Älteren noch bekannt ist, wurde nach dem Krieg für Straßenbau und als Auffüllmaterial abgetragen.

Im Storchenweg erfuhren die Teilnehmer, daß bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau des ehemaligen Entbindungsheimes Hinweise auf mehrere Gehöfte gefunden wurden die von Fachleuten auf die Zeit um 150 bis 200 nach Chr. eingestuft wurden. Den Südhang des Mühlberges, auf Edinger Gebiet, hatte Otto Daniel aus Edingen breitflächig untersucht und die Funde als Siedlungsstellen der Kelten gemacht.

Der Verlauf und die ehemalige Bedeutung des Grenzgrabens der “Nassauer Mark” kamen beim weiteren Rundgang zur Sprache. An der “Flettersburg”, mit Besichtigung des historischen Grenzsteines Preußen/Nassau, der heutigen Edinger/Fleisbacher Gemarkungsgrenze, endete die Tour.

Beim geselligen Abschluß im Edinger Dorfgemeinschaftshaus sorgte das Gehöre und so manch andere alte Begebenheit für regen Gesprächsstoff.


Beim Start an der Schieferhalde


Im Storchenweg


In Edingen – Landgraben-

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